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Die Schweizerisch-Japanische Gesellschaft wurde auf Grund der Vorarbeiten eines Komitees schweizerischer und japanischer Persönlichkeiten, unter der Führung der Herren Richard Müller (Uebersee Holding) und Heinz Vischer (Swiss Re), am 4. Juni 1955 im Hotel St. Gotthard in Zürich gegründet. An der Gründerversammlung waren die beiden japanischen Minister T. Hagiwara, Gesandter in Bern, sowie K. Tatsuke, Generalkonsul in Genf, und siebzig meist schweizerische Personen anwesend. Die Versammlung genehmigte die vom Organisationskomitee ausgearbeiteten Statuten, erhob die beiden japanischen Minister sowie Julius Müller zu Ehrenpräsidenten und bestellte die Organe der Gesellschaft. Die Geschäftsführung wurde Alfred F. Kunz als Sekretär übertragen (bis 1996) und am 1. April 1957 wurde René Vodoz, Direktor der Brown Boveri & Cie, zum ersten Präsidenten der Gesellschaft ernannt. Ein Patronatskommittee mit Vertretern von namhaften Schweizer Unternehmen, einschliesslich der Gründungsfirmen, unterstützte den Vorstand.

Damals machte sich in den seit 1864 geknüpften schweizerisch-japanischen Beziehungen auf den verschiedensten Gebieten fast sprunghaft neue Dynamik geltend.

Dazu gehörte erstmals der direkte Flugverkehr, und seither gehören dazu der gegenseitige Tourismus, zahlreiche Musiker aus Japan in unseren Orchestern, Kampfsportarten, Blumen- und Gartenkunst, Kalligraphie, Zen Buddhismus, nicht zuletzt auch die gut etablierte japanische Küche, alles bei uns sehr beliebte Angebote.

In beiden Ländern, sowohl im bevölkerungsreichen, grossen Japan als auch in der kleinen Schweiz gehören – mangels Rohstoffen – Arbeit, Erfindungsgabe und Tüchtigkeit zum Erfolgsrezept.

In den Worten von Martin Hürlimann, unseres Präsidenten von 1964-1977: Beide Länder, das Grosse wie das Kleine, können immer wieder auf einen herrlichen Fundus an geistigen Gütern zurückgreifen, und in deren freundschaftlichem Austausch von der einen Seite des Erdballs auf die andere sehen wir, als notwendigen Ausgleich zum harten Wettbewerb der Wirtschaft, auch die schönste Aufgabe der Schweizerisch-Japanischen Gesellschaft.

Die Gesellschaft mietete und betrieb während vielen Jahren in Zürich ein eigenes einzigartiges Gesellschaftslokal, vorerst an der Bolleystrasse (1962) und ab 1967 an der Florastrasse 17 im Seefeld, das leider in den 90er Jahren aufgegeben werden musste.

Die Sektion Romande wurde 1975 auf Initiative von schweizerischen und japanischen Persönlichkeiten in Genf als Association Suisse-Japon, Section Suisse Romande, gegründet und fördert dieselben Ziele in der französisch-sprechenden Schweiz.

Seit 1955 hat der Vorstand, den Statuten der Gesellschaft entsprechend, ihre Mitglieder zu Vorträgen, Vorführungen, Filmen und Konzerten eingeladen, die Einblick in das kulturelle, geistige und soziale Leben Japans bieten.

Präsidenten der Schweizerisch-Japanischen Gesellschaft:
1957 – 1960 René Vodoz, Brown Boveri & Cie.
1960 – 1964 Charles A. Staehelin, J.R. Geigy AG
1964 – 1977 Martin Hürlimann, Verleger
1977 – 2003 Alfred Hartmann, Schweiz.Bankgesellschaft/Roche
2003 – Herbert Haag, Swiss Re/PartnerRe